Home
Autor
Fotojournalist
Veröffentlichungen
Presse
Links
Impressum, Kontakt & Rechtliches
![]()

Alles begann als Jugendlicher mit Gedichten und
Kurzgeschichten. Sie gaben mir die Möglichkeit, meine zum damaligen Zeitpunkt
schmerzhaften Empfindungen auszudrücken und nicht in meinen Gefühlen zu
ertrinken. Auch wenn meine Emotionen aus dieser Zeit nicht mehr meinem
Jetzt entsprechen, so waren und sind sie dennoch ein Teil von mir.
Gefangen (1997)
Eingesperrt in einem Käfig
am Rand.
Niemand kommt vorbei,
niemand verirrt sich in diese Gegend.
Eingezwängt in eine Ecke,
gegen die kalten Stäbe gepresst.
Den Schlüssel gesichtet
und doch einen Fingerbreit zu weit entfernt.
Verkrampfte Hände
in fruchtlose Erde gegraben.
Leere Augen
suchend in mir selbst.
Ihr seid der Käfig,
in dem ich das Gitter am Leben erhalte.
Ihr seid das Schloss,
zu welchem ich den Schlüssel berge.
In mir selbst verloren,
von Suche erdrückt.
In mir selbst verschlossen,
jeden Tag, jeden Augenblick.
Gefangen; eingesperrt; vergessen...
2003 erhielt ich mit einem "schwarzen Reiseführer" eine
eigene, regelmäßige Rubrik im vierteljährlich erscheinenden Gothic-Magazine (siehe unter
Veröffentlichungen). Darin berichte(te) ich u.a. über meine Städtereisen nach Wien,
Prag, Edinburgh oder Dublin sowie von schönen und interessanten Zielen, die
meines Erachtens einen Ausflug oder eine Reise wert sind. Darüber hinaus, wie
auch in meinem Buch "SCHATTENWELTEN -
Spukschlösser & Lost Places", über Burgen und Schlösser mit einer dunklen
Vergangenheit.

Andy Winkler, Verlag Rudolf Hillebrand,
ISBN:
978-3-9811788-5-2
184 Seiten mit 104 teils ganzseitigen Schwarzweiß-Fotos,
Hardcover, 21x28,5 cm.
Zu bestellen für 29,95,- € bei
www.photodeal.de
(innerhalb Deutschlands inkl. Versand).
Klappentext:
"Der in Worms lebende Autor und Fotograf dieses Buches war bereits als Kind
von der besonderen Atmosphäre und Mystik der hier in Wort und Bild vorgestellten
"Lost Places" fasziniert. Über Jahre hinweg hat er weit mehr als 1000 dieser
geheimnisvollen und legendenumwobenen Gemäuer aufgespürt und besucht, und die
Geschichten, die sich um sie ranken, recherchiert und niedergeschrieben. Von den
Orten, deren Ausstrahlung ihn dabei am meisten beeindruckte, hat er für diesen
Bildband eine persönliche Auswahl getroffen. Folgen Sie Andy Winkler auf seinem
Streifzug durch die Schattenwelten Europas."
Über die Entwicklung meines ersten Buches möchte ich aus dessen Vorwort
zitieren:
>> Mein Vater fuhr mit mir als Kind an Wochenenden manchmal in den Odenwald; meist auf die gleiche Burg - die Ruine des Auerbacher Schlosses bei Bensheim. Da meine Eltern nie einen richtigen Urlaub machten, war dieser Ausflug immer etwas Besonderes für mich. Und somit kann ich wohl sagen, dass jene Ruine den Grundstein für mein Interesse an Burgen legte.
Als ich nach dem Tod
meiner Adoptivmutter und weiteren psychischen Tiefschlägen mit 12 Jahren in ein
Heim kam, wo ich sieben Jahre lebte, zog ich mich immer wieder auf eine nahe
gelegene Klosterruine zurück, setzte mich dort auf den Turm, schaute ins Tal und
ließ meine Gedanken treiben. Die Einsamkeit der dunklen, zerfallenen Mauern
spiegelte meine damaligen Empfindungen wider; vielleicht war dies mit einer der
Gründe, warum ich mich zu solchen Gemäuern hingezogen fühlte.
Mit den Jahren wuchs mein Interesse an Burgen und deren Vergangenheit. Ihre
Atmosphäre und deren Geschichten zogen mich regelrecht in ihren Bann, so dass
ich bis zum heutigen Tag weit über 1000 solcher Bauten in verschiedenen Ländern
Europas besucht habe; mal mit Freunden, mal mit geführten Gruppen und oft auch
alleine. Abgelegene, zerfallene und verwilderte Ruinen, um welche sich passend
düstere Legenden rankten, faszinierten mich hierbei ganz besonders. Sie besaßen
mit ihren Sagen oftmals etwas Geheimnisvolles, manchmal Unheimliches - eine ganz
eigene Atmosphäre.
Mit der Zeit wuchs in mir der Gedanke eines eigenen Buches zu diesem Thema. Der Arbeitstitel hieß „Lost Places - Schattenwelten & Spukschlösser“ und anfangs waren darin ausschließlich Schlösser und Burgen enthalten. Erst bei meiner Recherche stieß ich schließlich darauf, dass „Lost Places“ auch ein Begriff der „Urbex-Szene“ für moderne Ruinen ist.
Urban Exploration, kurz „Urbex“, bedeutet grob übersetzt „Erkundung der Stadt“. Es beschreibt das Entdecken von verlassenen Gebäuden der „modernen Zivilisation“ - stillgelegte Fabrikgelände, leer stehende Kliniken, aufgegebene Hofgüter, verfallene Hotels. Vandalismus, das Entsorgen von Müll und Diebstahl sind hierbei Tabu! Dinge wie Zerstörung, das Sprühen von Graffitis sowie die Entwendung von Gegenständen oder Materialien (wie das Herausreißen und Stehlen von Kupferleitungen) werden von der Urbex-Szene strikt abgelehnt! Vielmehr geht es der Szene um ein respektvolles Erforschen sowie um die Dokumentation. Diese Aufzeichnung des Verfalls von einst belebten Bauwerken lässt hierbei oft kunstvolle Fotos entstehen. Die Fotografie sowie das Interesse an der Kultur und Historie haben in der „Explorer-Szene“ einen hohen Stellenwert, wenngleich das Verständnis hierfür in der Gesellschaft leider eher gering ist. Doch so manches Objekt wäre nach dessen Abriss oder Stilllegung heute längst in Vergessenheit geraten, würde es in entsprechenden Dokumentationen nicht „am Leben erhalten“.
Da auch diesbezüglich einige Bauten mit dunkler Vergangenheit existieren, entschloss ich mich dazu, diese zum Teil in mein Buch mit aufzunehmen und den Titel entsprechend umzudrehen. Oft sind die Geschichten, welche man sich über Lost Places erzählt, lediglich erfundene Gerüchte, dennoch sind manche verlassene Bauten dadurch nicht minder interessant. Ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass das Betreten solcher Orte nicht immer ungefährlich und in den meisten Fällen, wenn überhaupt, nur mit Genehmigung gestattet ist. Um unbefugtes Betreten und Vandalismus vorzubeugen, habe ich in diesen Fällen im Gegensatz zu den Burgen bewusst die genaue Lage nicht angegeben und nur einen geringen Teil mit in das Buch aufgenommen.
Da ich für die einzelnen Kapitel keine komplexe Geschichte weiterentwickeln musste, ließ sich das Buchprojekt auch mit meiner Ungeduld in Einklang bringen. Ich konnte Schritt für Schritt vorgehen, einzelne Teile beenden und zwischenzeitlich noch weitere Orte besuchen. Jedes Gemäuer hat eine eigene Geschichte, die ich abschließen konnte, ohne auf das Ende einer zusammenhängenden, langen Handlung hinarbeiten zu müssen und vor allem ohne mich unter Zeitdruck zu setzen. Ich arbeitete an den einzelnen Kapiteln dann, wenn ich Ruhe und Lust dazu hatte.
Auch von Dritten wurden mir Bilder für das Buch angeboten. Mir war es jedoch wichtig, alle Orte selbst besichtigt zu haben, um die vorhandene Stimmung anhand eigener Erfahrung beschreiben und zudem eigens gemachte Fotos beitragen zu können.
Nun ist das Buch fertig und ich lade euch ein, mich auf meinen Reisen zu begleiten… <<

Mittlerweile schreibe ich an einem weiteren Buch, diesmal über Burgen und Ruinen
in Siebenbürgen / Transsilvanien. Insgesamt neun Mal habe ich Rumänien
inzwischen bereist und dort rund 400 Burgen, Schlösser, Festungen, Kirchenburgen
und Adelshäuser besichtigt, die meisten davon in Siebenbürgen. Neben Fotos wird
mein zweites Buch mit Grundrissen, Historien und Baugeschichte
"wissenschaftlicher" als mein Erstlingswerk ausfallen, doch trotz teils
aufwendiger Recherchen macht mir die Arbeit daran Spaß.
Denn Rumänien ist weit mehr,
als das Land des fiktiven Vampirgrafen Draculas!
Wann mein
zweites Buch letztendlich fertig sein wird, kann ich derzeit noch nicht sagen,
mindestens ein Jahr wird es aber wohl noch dauern. Denn wie schon bei
"SCHATTENWELTEN - Spukschlösser & Lost Places" gebe ich mir Zeit und will es
vermeiden, mich selbst unter Druck zu setzen.
www.winkler-andy.de
Texte & Fotos © Andy
Winkler